Reiseratgeber: Gesundheit
Ihre Gesundheit und Sicherheit sind von höchster Wichtigkeit für uns. Nature Expeditions bietet Ihnen einen sicheren Weg, Perus Natur zu erleben. Lesen Sie hier, was Sie tun können, um während Ihrer Perureise gesund zu bleiben.
Wir empfehlen Ihnen, vor jeder Reise Ihr Erste-Hilfe-Wissen aufzufrischen und Ihren Arzt 4-8 Wochen vor der Reise aufzusuchen, um die notwendigen Impfungen vornehmen zu können.
Jet Lag:
Jet lag ist eine häufige Folge von Flügen, die mehr als fünf Zeitzonen überfliegen. Die Symptome schließen Schlaflosigkeit, Übelkeit, Appetitlosigkeit und Verdauungsprobleme ein. Ihre physische und intellektuelle Leistungsfähigkeit mag eingeschränkt sein. Schlaftabletten können helfen, um sich nach der Ankunft an die neue Zeitzone anzupassen.
Vorbeugen ist besser:
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Ruhen Sie ausreichend vor der Reise
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Nehmen Sie reichlich Flüssigkeit zu sich während des Fluges
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Nehmen Sie leichte Speisen zu sich
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Vermeiden Sie Alkohol
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Nach der Ankunft versuchen Sie, sich so schnell wie möglich an die örtlichen Zeiten für Mahlzeiten und Nachtruhe anzupassen.
Fliegen ohne lästige Druckausgleichsprobleme
Nach der Ansage, dass soeben die Reiseflughöhe verlassen wurde und mit der Landung in der nächsten ½ Stunde zu rechnen sei, treten die ersten Erscheinungen auf. Die Ohren sind zu, es kann in den Ohren wehtun, aber auch im Bereich der Stirn. In den allermeisten Fällen hilft Kaugummi kauen, Bonbon lutschen, schlucken, gähnen, die Nase zuhalten, dagegen pressen, schlucken und dergleichen mehr. Nur ganz wenige leiden unter stärkeren Beschwerden.
Dies hat folgende Ursache. Mit dem Flug ändern sich die Luftdruckbedingungen und nach den physikalischen Gesetzen dehnen sich Gase mit der Höhe aus. Wir merken dies deutlich an dem Gefühl, als hätten wir mehr gegessen als sonst und der Gürtel drückt, die Begründung liegt jedoch in der Ausdehnung der Darmgase in der Höhe. Auch unser Mittelohr ist gefüllt mit Luft und beim Aufstieg in die Höhe dehnt sich das Gas darin aus. Ein kleiner Verbindungsgang vom Mittelohr (die Tube) zum Nasenrachenraum ermöglicht den so genannten Druckausgleich. Dies klappt in aller Regel beim Aufstieg problemlos, kann jedoch beim Abstieg, d.h. wenn es zur Landung geht, problematischer sein.
Beim Abstieg reagieren die Gase und der Luftdruck umgekehrt. Der Luftdruck wird beim wieder höher (gleicht sich dem am Boden an) und damit wird auch das Volumen der Gase geringer. Das heißt für uns, dass zusätzliche Luft vom Nasenrachenraum ins Mittelohr hineinkommen muss. Dieser Weg geht von natur aus schwieriger als der umgekehrte Weg beim Aufstieg. Deshalb müssen die meisten von uns beim Abstieg Druckausgleichsübungen vollziehen, d.h. Gähnen, Schlucken, Kaugummi kauen, Bonbon lutschen oder die Nase zuhalten, dagegen pressen und Schlucken. Wenige Personen mit einer besonderen Enge dieses Verbindungsganges oder aber wenn mit Erkältung geflogen wird, können diesen Druckausgleich nur mit Schwierigkeiten herbeiführen.
Hier einige Tipps:
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Wer mit Erkältungen in den Urlaub fliegt, sollte das Flugbegleitende Personal bitten, eine halbe Stunde vor dem geplanten Abstieg Bescheid zu sagen. Zu diesem Zeitpunkt sollte dann Nasenspray benutzt werden. Dies führt zu einem Abschwellen der Schleimhäute und erleichtert den Druckausgleich. Für den Aufstieg ist das in der Regel nicht notwendig. Für Kurzstrecken, ist es auch möglich kurz vor dem Start Nasenspray zu benutzen, bei Langstrecken kann jedoch nicht mehr davon ausgegangen werden, dass das abschwellende Spray noch ausreichend wirksam ist.
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Möchten Sie es ohne Nasenspray versuchen, fragen Sie Ihr Flugbegleitendes Personal, da diese über ausreichende persönliche Erfahrung mit dem Problem des Druckausgleichs verfügen.
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Bei manchen kommt es auch zur Schwellung der Schleimhaut im Verbindungsgang zwischen Mittelohr und Nasenrachenraum ohne dass Erkältungskrankheiten vorangehen können. Auch hier helfen im Einzelfall abschwellende Nasensprays.
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Kleinkinder und Säuglinge sollten, wenn sie schlafen, nach der Ansage „wir haben gerade unsere Reiseflughöhe verlassen“ geweckt werden, da der Druckausgleich nicht immer automatisch im Schlaf erfolgt. Bei Kleinkindern und Säuglingen helfen oft Schnuller, Bonbon oder etwas zu trinken um den Druckausgleich herbeizuführen.
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Bei ausgeprägten Beschwerden suchen Sie zusätzlich den Rat eines Hals-Nasen-Ohren-Arztes.
Reisedurchfall:
Reisedurchfall ist das bei weitem häufigste Problem für Peru-Besucher. Nahezu die Hälfte aller Tropenreisenden entwickeln irgendwann während ihrer Reise – vorwiegend in den ersten 3 Wochen, gelegentlich auch erst nach der Rückkehr – Durchfälle. Meistens handelt es sich dabei um vorübergehende Darminfekte mit Bakterien, welche üblicherweise nicht Bestandteil der normalen Darmflora sind. Parasiten (Amöben u.a.) sind relativ selten die Ursache dieser nachfolgend beschriebenen “Reisedurchfälle”. Die wichtigste Maßnahme um Reisedurchfall zu vermeiden ist eine vernünftige Nahrungs- und Trinkwasser-Hygiene. Alle Reisenden sollten außerdem durchfallbehandelnde Medikamente mit sich führen.
Üblicher Verlauf der Erkrankung:
Nach eventuell sehr heftigem Beginn von wässerigen Darmentleerungen mit Bauchkrämpfen, anfänglich oft begleitet von Übelkeit, Erbrechen und Fieber, klingen Reisedurchfälle in der Regel nach einigen Tagen spontan ab. Oft sind die Stuhlentleerungen anschließend noch während längerer Zeit mehr oder weniger flüssig; wenn Sie in dieser Erholungszeit – die ohne weiteres 10 Tage dauern kann – in Ihrem Allgemeinbefinden nicht mehr beeinträchtigt sind und keine Fieber mehr bestehen, so ist dies nicht beunruhigend und kein Hinweis auf eine doch noch behandlungsbedürftige Infektion!
Medikamente sollten eingenommen werden, wenn man drei- oder mehrfach losen Stuhl in acht Stunden hat, bzw. fünfmal losen Stuhl in 24 Stunden, speziell wenn dies mit Übelkeit, Erbrechen, Krämpfen, Fieber oder Blut im Stuhl einhergeht.
Behandlung von Reisedurchfällen:
Wichtigster Bestandteil der Behandlung jeder Durchfallerkrankung ist der Ersatz der verlorenen Flüssigkeit – d.h. Wasser und Mineralsalze. Für einen optimal ausgewogenen Flüssigkeits-Mineralersatz sind Zucker-Mineralsalzgemische als Pulver oder Tabletten im Handel erhältlich; diese sind dann lediglich in der vorgeschriebenen Menge Trinkwasser aufzulösen (z.B. NORMOLYTORAL, ELOTRANS, ORALPAEDON u.a.). Solche sogenannte Rehydratationssalz-Lösungen sind aber vor allem für Personen ratsam, welche von einer durchfallbedingten Entwässerung besonderen Risiken ausgesetzt wären: Leute mit Herz-Kreislaufkrankheiten, Kleinkinder.
Im Allgemeinen kann man den Flüssigkeitsverlust gut mit den lokal praktisch immer verfügbaren Mitteln korrigieren: wenn man einem Liter Trinkwasser einen gestrichenen Teelöffel Kochsalz und 10 Teelöffel Zucker sowie allenfalls 2-3 Gläser Fruchtsaft zugibt, erhält man eine sehr vernünftige Flüssigkeits-Ersatzlösung. Als Faustregel kann gelten, von dieser Lösung nach jeder dünnflüssigen Stuhlentleerung ein Glas zu trinken.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, wechselweise gut gezuckerten Tee und Bouillon zu trinken, dazu 1-2 Bananen pro Tag. Der Ersatz von Salz kann auch mit Salzgebäck erfolgen.
Coca-Cola wird zwar bei Übelkeit oft als angenehm empfunden; zum Ersatz von größeren Flüssigkeitsmengen infolge Durchfall ist es aber nicht geeignet. Ist der Durchfall von Übelkeit und Erbrechen begleitet ist besonders darauf zu achten, die nötige Flüssigkeitsmenge auf viele kleine Portionen zu verteilen. Zudem kommt die Verwendung von Medikamenten in Frage, welche den Brechreiz dämpfen (z.B. MOTILIUM, TORECAN, PASPERTIN, PRIMPERAN u.a.).
Wenn die akuteste Durchfallphase vorbei ist, soll der Verdauungsapparat mit leichter Kost allmählich wieder an die normale Belastung gewöhnt werden, um einen Rückfall der Beschwerden zu vermeiden.
Bei unkomplizierten Durchfällen kann man auf eines jener Medikamente zurückgreifen, welche die gesteigerte Aktivität des Darmes bremsen, unabhängig von deren Ursache. In erster Linie ist dazu IMODIUM (Loperamid) geeignet, von welchem so oft eine Kapsel eingenommen werden kann, bis die Häufigkeit der Darmentleerungen auf ein erträgliches Maß gesenkt ist (maximal 6-8 Kaps. im Verlauf von 24 Stunden für Erwachsene).
Kinder unter 2 Jahren sollten nicht mit Imodium behandelt werden; von 2-5 Jahren sollte eine Behandlung damit nur durch den Arzt verordnet werden, wobei die korrekte Dosierung dem Körpergewicht, bzw. Alter, anzupassen ist (Packungsprospekt beachten).
Sind die Durchfälle schleimig-blutig und/oder von anhaltendem Fieber begleitet, sollte eine möglichst ursächliche Behandlung durch den Arzt erfolgen. Besteht diese Möglichkeit nicht (z.B. auf abgelegenen Abenteuerreisen), wird in solchen Fällen sinnvollerweise ein Antibiotikum eingesetzt, welches gegen möglichst viele der in Frage kommenden Erreger wirksam sein sollte (z.B.- für Erwachsene – ein Chinolon wie NOROXIN, CIPROXIN, TAVANIC).
Nahrungs- und Trinkwasser-Hygiene
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nur gut gekochte, durchgebratene Speisen essen
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kalte Buffets und rohes Gemüse meiden
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kein Speiseeis
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zweifelhaftes Trinkwasser abkochen oder filtrieren
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Auch wenn diese klassische peruanische Spezialität immer wieder angepriesen wird, essen Sie kein Ceviche (in Zitronensaft eingelegter roher Fisch) und seien Sie vorsichtig mit Meeresfrüchten.
Bedenken Sie aber auch: Übertriebene Vorsicht kann das Infektionsrisiko nie ganz beseitigen, eine Reise in den Tropen aber zur Qual werden lassen!
Vorbeugende Medikamente?
Wie zur Behandlung wird auch zur Prophylaxe vieles empfohlen, das einer genaueren Prüfung der Wirksamkeit nicht standhält. Im Allgemeinen ist von einer medikamentösen Reisedurchfall-Prophylaxe abzuraten. Für gewisse Tropenreisende mit erhöhtem Infektionsrisiko, oder für Kurzaufenthalte, während welchen ein lästiger Durchfall unter allen Umständen verhütet werden muss (z.B. für wichtige Konferenzen, Sportwettkämpfe u.ä.) kann der zeitlich begrenzte prophylaktische Einsatz von gewissen Antibiotika erwogen werden. Solche sollen aber – nicht zuletzt wegen gewissen Nebenwirkungsrisiken – nur aufgrund einer kompetenten individuellen ärztlichen Beratung zur Anwendung gelangen. Impfungen gegen Reisedurchfälle stehen in Entwicklung, sind aber vorläufig noch nicht verfügbar.
Mückenschutz
Mückenschutz ist nur notwendig bei Reisen in den peruanischen Bergregenwald (Machu Pichu), Tieflandregenwald (Amazonas) oder and die nordperuanische Küste in der Nähe der Grenze mit Ecuador. In den Anden und an der zentralen und südperuanischen Küste ist keinerlei Mückenschutz erforderlich.
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Tragen Sie dünne langärmelige Hemden und lange Hosen.
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Benutzen Sie insektenabweisende Substanzen
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Schlafen Sie unter einem Moskitonetz
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Folgende Präparate werden als wirksam eingeschätzt und von der Stiftung Warentest in Ihrem Testheft 7/2000 wie folgt bewertet: Autan Family – gut
Aeoxon Hautschutz gegen Mücken – befriedigend
Autan Active Lotion – befriedigend
Neudorff Permanent Mücktan – befriedigend
Assistan Mücken-Stopp Lotion – befriedigend
Jaico Muggenmelk – befriedigend
Piz buin Anti-Mosquito After Sun – befriedigend
In diesem Zusammenhang wurden Elektroverdampfer wie folgt bewertet:
Baygon Master Mückenschutz – gut
Paral Mücken-Mobil – gut
Nexa Lotte Natur Mückenstecker – befriedigend.
Acaros
Mückenschutzpräparate helfen oft wenig wenn es um die so genannten „Acaros“ geht. Kleinstinsekten im Gras entlang der Ufer von Regenwaldflüssen, die den Stoff von Hosen und Socken durchwandern und sich in den Hautporen festsetzen. Diese werden oft nachts aktiv und das Jucken läst Ihre Nacht zur Hölle werden. Nur wenige haben die Disziplin nicht zu kratzen, aber Kratzen verschlimmert den Juckreiz. Kaufen Sie Sich vor Ihrer Reise in den Regenwald die Salbe “Acaril”, die den Juckreiz sofort verringert und die Insekten nach mehrtägiger Behandlung abtötet.
Reisenotfallkoffer:
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Schere
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Fieberthermometer
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Mullbinden
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Mullkompresse
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Dreieckstuch
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Pinzette
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Leukoplast (breit)
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elastische Binden
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Steck- und Sicherheitsnadeln
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Heftpflaster (2½ und 5 cm breit)
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Tupfer
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Jod zur Wundbehandlung
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Sonnenschutzmittel
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Alufolie
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Kugelschreiber
Um eine sachgerechte und rechtzeitige Hilfeleistung zu gewährleisten, sollte gegebenenfalls neben der üblichen Erste-Hilfe-Ausstattung noch vorhanden sein:
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eine Rettungsdecke/-folie
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vorbereitete Kältekissen (Cool-Packs)
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elastische Bindenverbände oder Sportbandagen
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Netzverbände, kohäsive Verbände
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1 breites Heftpflaster (5 cm)
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2-3 Packungen Verbandmull,
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5 Packungen Kompressen mittlerer Größe
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3 Packungen Kompressen groß
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1-2 Handtücher
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Dento-Box (für ausgeschlagene Zähne)
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ggf. geeignetes Desinfektionsmittel
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ggf. geeignete Sportsalbe
Reisen auf dem Meer
Während der Sommermonate and der peruanischen Küste (Dezember bis März) ist der Himmel meist wolkenlos blau. Deshalb ist die Sonneneinstrahlung (auch wegen der Nähe zum Äquator) sehr stark. Wir empfehlen Ihnen immer Sonnenschutzcreme mit Lichtschutzfaktor 50 oder höher zu benutzen. Es gibt immer wieder Kunden, die diesen Ratschlag unterschätzen. Die Folge sind meist schon nach einem Tag auf See schwere Sonnenbrände. Sollten Sie Ihr Sonnenschutzmittel vergessen haben, wenden Sie sich an unser Personal. Wir haben immer einige Extratuben Sonnenschutzcreme zum Verkauf bereit in solchen Fällen.
Während der “Wintermonate” an der Peruanischen Küste (April – Oktober und besonders von Juni – August) kann die Temperatur auf bis zu 16 grad Celsius absinken. Die Küste ist morgens oft in einen dichten Nebel eingehüllt, der gegen Mittag einem grauen wolkenverhangenem Himmel Platz macht. Alle Meeres-Reisen von Nature Expeditions sind während des gesamten Jahres möglich. Wir kennen keine Stürme und keinen Regen entlang der peruanischen Küste. Wir empfehlen jedoch warme und wasserdichte Regenkleidung mitzubringen wegen des kalten Windes und des Spritzwassers der Wellen. Wir stellen Ihnen während der Wintermonate kostenlos Wasserdichte Kleidung zur Verfügung, die Sie über Ihrer eigenen Kleidung tragen.
Vorsicht – auch im Winter ist die Filtersonne noch stark genug, um auf empfindlicher Haut Sonnenbrand hervorzurufen – benutzen Sie in jedem Fall Sonnenschutzcreme für Hände und Gesicht.
Seekrankheit
Seekrank wird man, wenn die Augen eine Sache wahrnehmen (zum Beispiel das statische Innere des Bootes) und der Gleichgewichtssinn sagt etwas anderes (Wellenbewegung). Unser Gehirn kommt dann durcheinander, wenn es herauszufinden versucht warum ein Sinn Bewegung meldet, während der andere glaubt alles sei ruhig. Einige zusätzliche Faktoren können die Sache schlimmer machen: Alkohol, Angst vorm Meer, Gerüche (zum Beispiel der Benzingeruch der Bootsmotoren), Überhitzung oder Innenohrentzündungen.
Umso kleiner das Boot ist, umso wahrscheinlicher ist es, seekrank zu werden, da sich kleine Boote stärker im Wellengang bewegen. Erste Anzeichen der Seekrankheit sind Gähnen (Anzeichen für Stress), schwitzen, Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel und vermehrter Speichelfluss. Sich zu übergeben mag kurzzeitige Erleichterung verschaffen, aber die Seekrankheit wird erst verschwinden. Wenn sich der Körper an die Meeresbewegung angepasst hat.
Sind Sie erst einmal seekrank, wird Ihnen keine Tablette mehr helfen. Um ganz klar zu sein: Sie werden die Tabletten erbrechen bevor sie irgendeine Wirkung zeigen können. Die Seekrankheit wird erst verschwinden, wenn Sie zurückkehren und im Hafen festen Boden unter den Füssen haben. Deshalb beugen Sie vor und nehmen Sie die Tabletten ein, bevor sie an Bord gehen.
Wie Sie Seekrankheit und unfreiwillige Fischfütterung vermeiden.
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Machen Sie keinen Fehler. Es ist falsch, nicht zu essen. Ein leerer Magen ist genauso schlecht wie ein zu voller. Nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich, ein leichtes Frühstück und stellen Sie sicher dass sie ausgeruht sind. Nehmen Sie ein paar Salzkekse und Wasser mit und essen Sie sie langsam.
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Suchen Sie sich einen Platz wo sich das Boot am wenigsten bewegt – fragen Sie unser Personal.
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Richten Sie Ihren Blick NICHT auf das Innere de Bootes. Suchen Sie sich einen Punkt am Horizont oder an der Küste und schauen sie dorthin. Dadurch passt sich ihr Gehirn besser an die Bewegung des Bootes an. Vermeiden Sie alle Tätigkeiten, bei denen Sie sich auf das Innere des Bootes konzentrieren müssen (lesen, etc)
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Frische Luft – vermeiden Sie den Benzingeruch des Motors.
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Haben Sie etwas im Magen. Nehmen sie ausreichend Flüssigkeit zu sich. Wir empfehlen von Zeit zu Zeit einen Schluck Wasser oder ein Sportgetränk zu trinken. Vermeiden Sie Koffein und Alkohol an Bord. Wenn Ihnen bereits schlecht ist, trinken Sie nicht zu viel Wasser. Davon wird Ihnen nur schlechter. Essen Sie stattdessen Salzkekse, um die Magensäure aufzusaugen.
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Arzneimittel: Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie seekrank werden könnten, kaufen Sie sich ein Mittel gegen Übelkeit und nehmen Sie es ein bevor Sie an Bord gehen. Wenn Ihnen erst einmal schlecht ist, ist es einfach zu spät. Vorsicht – lesen Sie den Beipackzettel und informieren Sie sich über die Nebenwirkungen des Medikamentes bevor Sie es einnehmen.
Reisen entlang der Küste:
Generell gesagt ist Reisen in Peru – besonders organisiertes Reisen – nicht gefährlich. Jedoch sollten Sie in den bevölkerungsreichen und von Arbeitslosigkeit und Armut geplagten Küstenstädten besondere Vorsicht walten lassen. Wie in vielen anderen Ländern: tragen Sie keinen Schmuck oder teure Armbanduhren, lassen Sie Ihre Foto- und Videoausrüstung nicht offen vor der Brust baumeln. Gehen Sie nicht allein auf der Straße (speziell nachts) und vermeiden Sie Randbezirke der Stadt in denen normalerweise keine Touristen zu finden sind.
Fisch und Meeresfrüchte sind ein Muss für Besucher der peruanischen Küste. Aber vermeiden Sie auf jeden Fall „Ceviche“. Der viel gepriesene rohe und in Zitronensaft eingelegte Fisch hat bisher den meisten Touristen eine Durchfallerkrankung beschert.
Denguefieber, eine grippeähnliche Erkrankung wird von Aedes Moskitos übertragen, die besonders während des Tages in bevölkerungsreichen Gebieten aktiv sind. In Peru sind Fälle von Dengue von der nordperuanischen Küste (Grenze mit Ecuador), sowie vom nördlichen und zentralen peruanischen Regenwald bekannt. Es gibt keine Impfung. Mückenschutzmaßnamen sind erforderlich.
Reisen in den Anden
Sonnenbrand
Wenn Sie in den Anden reisen (zwischen 2 500 und 5 000 Metern Höhe), sind Sie hoher Sonnenstrahlung ausgesetzt. Wir empfehlen daher Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor (45 oder höher).
Höhenkrankheit
Wenn Sie in den Anden reisen und plötzlich Kopfschmerzen bekommen, Ihnen übel oder schwindlig wird, wenn Sie sich schwach fühlen, kurzatmig werden, nicht gut schlafen, keinen Appetit haben und sich generell schlecht fühlen, dann sind Sie Höhenkrank (Acute Mountain Sickness = AMS). Die Wahrscheinlichkeit mit der Sie Höhenkrank werden hängt von der Höhe ab, in der Sie sich bewegen.
Wie ist “Höhe” definiert?
hoch = 2 400 – 3 650 Meter
sehr hoch = 3 650 – 5 500 Meter
extreme hoch = höher als 5 500 Meter
AMS ist ein häufiges Problem. Die Stärke und Wahrscheinlichkeit der Höhenkrankheit hängt von der Höhe ab, von der Schnelligkeit des Aufstieges und von der individuellen Anfälligkeit. In 3000 Metern Höhe leiden 75 Prozent aller Menschen an leichter Höhenkrankheit.
Was verursacht Höhenkrankheit?
Die Konzentration von Sauerstoff in der Luft auf Meeresniveau ist rund 21% und der Luftdruck liegt bei 760 mmHg. Mit zunehmender Höhe nehmen Sauerstoffgehalt und Luftdruck ab. In 3 000 Meter Höhe enthält jeder Atemzug rund 40 % weniger Sauerstoff. Ihr Körper passt sich an diesen Sauerstoffmangel durch eine höhere Atemrate an, doch kann er nicht die gleiche Sauerstoffversorgung erreichen, die es auf Meeresniveau gibt. Dies führt zu Beschwerden, hauptsächlich durch eine Sauerstoffunterversorgung des Gehirns.
Es gibt keinerlei persönliche Faktoren wie etwa Alter, Geschlecht oder physische Kondition, die mit der Schwere der Höhenkrankheit korreliert werden können. Es kann jeden treffen. Manche Menschen sind anfälliger als andere.
Anpassung
Der Hauptgrund für Beschwerden ist mangelnde Anpassung durch zu schnellen Aufstieg oder zu viel Aktivität in der für die Anpassung benötigten Zeit. Die notwendige Anpassungszeit Ihres Körpers and die Höhe schwankt zwischen einem und drei Tagen. Jedes mal, wenn Sie weiter aufsteigen, müssen Sie die gleiche Anpassungszeit einplanen. Um eine vollständige Anpassung zu erreichen, finden in Ihrem Körper die folgenden Vorgänge statt:
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Sie atmen tiefer ein.
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Der Druck in den Lungenarterien steigt und zwingt mehr Blut in Lungenregionen die auf Meeresniveau nicht genutzt werden.
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Die Produktion der Sauerstofftransportierenden roten Blutkörperchen steigt an.
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Der Körper produziert mehr Enzyme, die den Sauerstofftransfer in die Gewebe fördern.
Sie werden bei Ihren Andenbesuchen wahrscheinlich nur leichte Symptome erleiden. Größere Beschwerden treten nur bei extremem Höhen und Bergsteigern auf und sind hier nur der Vollständigkeit halber aufgeführt.
Leichte Beschwerden
Diese beginnen während der ersten 24 Stunden nach Eintreffen und halten meist bis zum dritten Tag an.
Diese Beschwerden sind: Kopfschmerzen, Schwächegefühle, Schwindelgefühle, Atemlosigkeit, Übelkeit, Schlaflosigkeit. Die Beschwerden nehmen meist nachts zu, da in der Ruhefase die Atemfrequenz geringer ist.
Stärkere Beschwerden
Schwere Kopfschmerzen, die nicht durch Kopfschmerzmittel gelindert werden können, Übelkeit und Erbrechen, Schwäche, Atemlosigkeit und geminderte Koordinationsfähigkeit. Normale Aktivitäten sind möglich, aber vielen Personen fällt es bereits schwer zu gehen. Die beste Methode um die Schwere der Höhenkrankheit zu überprüfen ist die erkrankte Person versuchen zu lassen, auf einer geraden Linie zu gehen. Gelingt dies nicht sind Sofortmaßnahmen notwendig.
Sollten Sie solche Beschwerden verspüren ist es ratsam umgehend mindestens 100 Meter abzusteigen (gute Wirkung zeigt ein Abstieg um 300 bis 600 Meter). Nach 24 Stunden auf dieser Höhe sollten sie eine deutliche Verbesserung erfahren. Halten Sie sich drei Tage auf dieser Höhe auf, bevor Sie erneut aufsteigen.
Schwere Höhenkrankheit
Unfähigkeit allein zu gehen, verringerte geistige Leistungsfähigkeit, Flüssigkeitsaufbau in den Lungen. Schwere Höhenkrankheit kann tödlich sein und erfordert sofortigen Abstieg auf 600 bis 1000 Meter über Meeresniveau.
Wie Sie der Höhenkrankheit vorbeugen können
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Vor der Reise: Ruhen Sie! Vermeiden Sie Überstunden und den Stress von Kofferpacken im letzten Moment.
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Vermeiden Sie Tabak, Alkohol, Schlaftabletten oder Drogen. Diese verringern die Atemkapazität und machen die Sache schlimmer.
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Versuchen Sie pro Tag nicht mehr als 300 Meter weiter aufzusteigen. Wenn Sie tagsüber mehr als dreihundert Meter aufsteigen kommen Sie zum Schlaffen auf geringere Höhen herab.
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Wenn Sie beginnen leichte Beschwerden zu haben, steigen Sie nicht weiter auf.
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Vermeiden Sie Flüssigkeitsverlust und trinken Sie viel.
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Trinken Sie wenn immer möglich Tee aus Kokablättern oder kauen Sie trockene Kokablätter, die sie in den Anden auf jedem Marktplatz legal kaufen können. Koka enthält 14 verschiedene Alkaloide. Von Kokatee und vom Kauen der Blätter werden Sie keinen Rausch bekommen und Sie werden auch nicht kokainabhängig da die Konzentration bei weitem zu niedrig ist.
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Lassen Sie es ruhig angehen. Überanstrengen Sie sich nicht. Leichte Aktivitäten während des Tages sind besser als zu Schlafen, weil während des Schlafes die Atemfrequenz absinkt.
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Essen Sie nicht fettig. Stattdessen essen Sie leichte Speisen mit Reis oder Nudeln.
Viele Hotels haben Sauertoffflaschen. Das atmen hochkonzentrierten Sauerstoffs kann Beschwerden schnell abmildern.
Reisen im Regenwald
Wenn Sie den peruanischen Regenwald besuchen wollen brauchen Sie einige Impfungen, die im Rest Perus nicht notwendig sind. (Achtung: Die Inkasiedlung Machu Pichu liegt im peruanischen Bergregenwald).
Gelbfieber: Pflicht für alle Regenwaldgebiete östlich der Anden. Pflicht für alle Reisenden die aus Gelbfiebergebieten in Afrika oder Südamerika anreisen.
Hepatitis B: Empfohlen für alle Reisenden, die intime Kontakte zu Einheimischen pflegen, speziell für Reisende, die länger als sechs Monate in Peru bleiben.
Malaria:
Mit einigen einfachen Maßnahmen zum Schutz gegen Mückenstiche kann das Infektionsrisiko bedeutend gesenkt werden. Da die meisten Mücken der Gattung Anopheles in den Abend- und Nachtstunden aktiv sind, sollen vor allem dann möglichst schützende Kleider getragen werden (- lange Hosen und Ärmel; Socken). Der Schutz wird verbessert, wenn Kleider mit einem Insektizid (z.B. NoBite®, Optimum , Baygon ) besprüht werden. Zudem soll die exponierte Haut mit Mückenabstoßenden Mitteln (sog. Repellents, z.B. Anti-Brumm, Autan, Exopic) eingestrichen werden. Wenn man nicht in einem gut isolierten, klimatisierten Zimmer schläft, empfiehlt sich die Verwendung eines korrekt am Bett angebrachten, mit einem Insektizid imprägnierten Mückennetzes.
Medikamentöse Vorbeugung (Chemoprophylaxe)
Es muss unterstrichen werden, dass keine Chemoprophylaxe einen 100%igen Schutz gegen Malaria garantiert! Aber selbst wenn Sie mit einem Malariaerreger infiziert werden sollten, der so genannt “resistent” auf das verwendete Medikament ist (d.h. der davon nicht vollständig vernichtet wird) können Sie doch zumindest auf eine Schutzwirkung zählen, welche Sie vor einem rasch bedrohlichen Krankheitsverlauf schützt.
Eine regelmäßige vorbeugende Einnahme eines Malaria-Medikamentes (sog. Chemoprophylaxe) empfiehlt man für Gebiete mit einem hohen Malaria-Risiko. Dazu gehört in Peru der nordperuanische Regenwald (Loreto).
In Gebieten mit einem geringen Malariarisiko für Reisende wird im Allgemeinen vorgeschlagen, ein Malariamedikament nur als Notfall-Behandlungsreserve mitzuführen und dieses bei einer malariaverdächtigen Erkrankung einzunehmen, wenn keine Möglichkeit besteht, innert 24 Stunden eine Malaria an einem Spital oder bei einem Arzt durch die entsprechende Blutuntersuchung ausschließen zu lassen.
Drei Medikamente mit einer vergleichbar zuverlässigen Schutzwirkung stehen heute für die Chemoprophylaxe in erster Linie zur Verfügung: Mefloquin (Markennamen: Lariam, Mephaquin), Atovaquone/Proguanil (Markenname: Malarone) und Doxycyclin (Markennamen: Supracyclin, Doxysol u.a.) Jedes hat Vor- und Nachteile, die für jeden Reisenden individuell gegeneinander abgewogen werden sollten.
Über die geeignete Wahl der Prophylaxe und die allfällige korrekte Anwendung der Notfallreserve sollen Sie sich vor jeder Reise durch einen diesbezüglich kompetenten Arzt individuell beraten lassen. Eine sorgfältige ärztliche Beratung ist ganz besonders angezeigt, wenn Sie gegen bestimmte Medikamente allergisch sind oder Sie aus anderen Gründen Medikamente einnehmen müssen!
Mefloquin (LARIAM, MEPHAQUIN):
Die gute Schutzwirkung von Mefloquin ist seit vielen Jahren sehr gut dokumentiert. Das Präparat kann auch für Kleinkinder ab dem 3. Altersmonat und bei guter Verträglichkeit über längere Zeit angewendet werden. Es muss nur einmal pro Woche eingenommen werden und es ist die billigste medikamentöse Prophylaxe.
Obwohl Mefloquin nicht häufiger als andere Malariamedikamente unerwünschte Nebenwirkungen verursacht, werden so genannte neuro-psychologische Nebeneffekte mit dieser Substanz klar häufiger beobachtet, als mit anderen. Meist handelt es sich dabei um Schlafstörungen, lebhafte Träume, Schwindel oder leichte Verstimmungen – gelegentlich aber auch um Depressionen, Angstzustände, Halluzinationen oder epilepsie-ähnliche Störungen. Derartige schwere Nebeneffekte sind mit der niedrigen prophylaktischen Dosierung sehr selten und werden eher bei der Einnahme höherer Dosen beobachtet, wie sie zur Behandlung der Malaria verwendet werden
Epileptiker und Personen, die wegen psychiatrischen Krankheiten behandelt wurden oder anfällig für depressive Verstimmungen sind, sollten Mefloquin nicht verwenden.
Sollte ein Mefloquin-Präparat bei Ihnen Schwindel verursachen, soll bis zum definitiven Abklingen auf das Führen von Fahrzeugen und auf Gerätetauchen verzichtet werden.
Trotz mittlerweile umfangreichen Erfahrungen ließen sich beim Menschen in der Schwangerschaft nie schädliche Nebenwirkungen auf das ungeborene Kind feststellen. Dennoch sollte vorsichtshalber im ersten Schwangerschaftsdrittel auf die Einnahme von Mefloquin zur Malariaprophylaxe verzichtet werden. Empfängnisverhütende Maßnahmen sollten für drei Monate nach Abschluss einer Mefloquineinnahme weitergeführt werden.
Mefloquin kann auch zur Notfall-Selbstbehandlung eingesetzt werden.
Atovaquone / Proguanil (MALARONE)
Es handelt sich um ein neueres Malariamedikament, von welchem bisher keine schwereren Nebenwirkungsrisiken bekannt sind. Es kann gelegentlich Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Durchfall oder Aphten der Mundschleimhaut verursachen. Das Präparat muss zur Malariaprophylaxe täglich eingenommen werden, allerdings nur 2 Tage vor der Einreise in ein Malariagebiet und bis 7 Tage nach Verlassen desselben (andere Medikamente: bis 4 Wochen nach Rückkehr). Es ist wesentlich teurer als die anderen Präparate. In der Schwangerschaft sollte Malarone zur Malariaprophylaxe nicht eingenommen werden.
Malarone kann auch zur Notfall-Selbstbehandlung eingesetzt werden.
Doxycyclin (SUPRACYCLIN, DOXYSOL, VIBRAMYCIN u.a.)
Ein Antibiotikum mit zuverlässiger Schutzwirkung gegen Malaria. Eine gute Verträglichkeit konnte in neueren Studien dokumentiert werden. Insbesondere tritt eine Sensibilisierung der Haut auf Sonneneinstrahlung offenbar seltener auf, als zuvor vermutet. Allergische Hautreaktionen können aber nicht ausgeschlossen werden. Bei Frauen können Scheidenpilzinfektionen begünstigt werden.
Die Einnahme von Doxycyclin erfolgt täglich und bis 4 Wochen nach Verlassen des Malaria-Gebietes. Für Kinder unter 8 Jahren und in der Schwangerschaft darf das Medikament nicht verwendet werden.
Doxycyclin kann nicht zur Malaria-Selbstbehandlung eingesetzt werden!
Einige weitere Malaria – Medikamente:
Chloroquinpräparate (NIVAQUIN, CHLOROCHIN)
Können in Kombination mit Proguanil (s.u.) in speziellen Situationen (unter anderem in der Frühschwangerschaft) zur Malariaprophylaxe verordnet werden, seine Schutzwirkung ist aber weniger zuverlässig, als mit obgenannten Präparaten. Chloroquin bewirkt selten Nebenwirkungen, die zum Unterbruch der Einnahme Anlass geben. Am häufigsten beobachtet man (milde) Magen-Darm-Störungen. Auch allergische juckende Hautausschläge kommen gelegentlich vor. Ein Risiko für Augenschäden besteht mit den üblichen prophylaktischen Dosierungen nicht; allerdings gibt es Personen, die vorübergehend Probleme mit der Nah-/Ferneinstellung der Augen empfinden können.
Proguanil (PALUDRIN)
Ist ein sehr gut verträgliches Prophylaxe-Medikament, welches aber nur noch in Kombination mit anderen Mitteln zur Anwendung kommt. Selten kann es zur Bildung von Aphten im Munde führen; in diesem Falle soll das Präparat abgesetzt werden. SAVARINE ist eine Kombination von Chloroquine + Proguanil (in der Schweiz nicht registriert).
RIAMET
Ist ein 1999 eingeführtes Kombinationspräparat (Artemether + Lumefantrin) von sehr guter Verträglichkeit, welches sich aber nur zur Notfall-Selbstbehandlung eignet.
Halofantrin (HALFAN):
Eine anfänglich vielversprechende Substanz ausschließlich zur Behandlung der Malaria. Es wird heute wegen ev. nicht voraussehbaren Nebenwirkungen (Herzrhythmusstörungen) nicht mehr zur Notfall-Selbstbehandlung empfohlen und soll insbesondere vermieden werden, wenn vorgängig Mefloquin eingenommen wurde.
Fansidar wird zur Prophylaxe nicht mehr verschrieben.
Primaquine ist ein in der Schweiz nicht registriertes Medikament, welches in ganz speziellen Situationen zur Malaria-Prophylaxe angezeigt sein kann.
Malaria-Schnelltests und Notfall-Selbstbehandlung
Mit kommerziell erhältlichen “Malaria-Schnelltests” kann man aus einem Tropfen Blut aus einer Fingerbeere innerhalb 15 Minuten mit ziemlich guter Zuverlässigkeit eine Malaria im Erkrankungsfall nachweisen. Die Anwendungsmethode dieser Tests ist im Prinzip einfach, und sie können grundsätzlich auch vom Reisenden ohne spezielle medizinisch-technische Vorkenntnisse selbst oder von einer Begleitperson durchgeführt werden.
Allerdings haben Versuche mit Reisenden gezeigt, dass auch positive Testresultate von zahlreichen Personen mit einer Malaria von diesen fälschlicherweise als negativ interpretiert wurden. Derartige Fehlinterpretationen können lebensgefährliche Folgen haben. Der zuverlässige Gebrauch der Tests setzt daher immer eine sehr sorgfältige Instruktion durch erfahrenes medizinisches Fachpersonal voraus.
Wir empfehlen solche Schnelltests nur für spezielle Risikoreisen und nach persönlicher Beratung.
Leischmaniose
Leischmaniose ist eine im Krankheit, die im allgemeinen nur wenigen ausländischen Touristen bekannt ist. Sie wird von Mokitos (Sandfliegen) übertragen und ist eine weltweit verbreitete Parasitenkrankheit, bei der die Mücke Protozoen der Gattung Leishmania überträgt.
Sandfliegen haben nur etwa ein Drittel der Größe der Malaria-übertragenden Anopheles-Mücken. Die Moskitos sind vorwiegend nachtaktiv. Es gibt keine vorbeugenden Impfungen. Daher st es sehr wichtig den Krankheitsverlauf zu kennen und die Krankheit frühzeitig erkennen und behandeln zu können, um tödliche Konsequenzen zu vermeiden.
Moskitoschutz ist der Schlüssel der Vorbeugung.
Leischmaniose kann in drei Formen auftreten:
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Haut-Leischmaniose (CL) produziert offene Hautwunden, die an jeder beliebigen Körperstelle auftauchen können sich nicht schließen und mit der Zeit mehr werden und wachsen. Diese Wunden hinterlassen permanente Narben. Diese Krankheit kann auch Jahre nach erfolgreicher Behandlung wieder auftreten. Diese Form der Leischmaniose ist die häufigste weltweit mit 50-75% aller Leischmaniosefälle. 90% aller Fälle von Hautleischmaniose treten in Afghanistan, Brasilien, Iran, Peru, Saudi Arabien und Syrien auf (1-1,5 Millionen Neuerkrankungen pro Jahr). Sollten Sie in einem Zeitraum bis mehrere Wochen nach einem Regenwaldaufenthalt schlecht schließende Hautwunden feststellen, suchen Sie bitte umgehend eine Tropenklinik auf. Wenn Sie zu dieser Zeit noch in Peru sind, warten Sie nicht bis Sie in Ihrem Heimatland eintreffen, suchen Sie umgehend eine Klinik in Perus Hauptstadt Lima auf.
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Schleimhaut Leischmaniose (MCL) führt zu umfangreichen Verstümmelungen der Nasen- und Mundschleimhäute. 90 Prozent aller weltweit bekannten Fälle treten in Bolivien, Brasilien und Peru auf.
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Visceral Leischmaniose (VL), auch bekannt als kala azar, ist die gefährlichste Variante, die unbehandelt immer tödlich verläuft. Sie ist gekennzeichnet durch unregelmäßige Fieberausbrüche. Starken Gewichtsverlust, Leberschwellung und Anämie.
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